Vereins-Chronik
Gründung und erste Jahre (ab 1948)
Im Jahr 1948 gründeten engagierte Männer aus Irlbach, Fußenberg und der Umgebung im Gasthaus Riederer den Schützenverein „Jagabluat Irlbach“. Initiator war Johann Reichinger.
Da der Waffengebrauch nach dem Krieg verboten war, konzentrierte sich das Vereinsleben zunächst auf gesellschaftliche Aktivitäten wie Bockstechen oder Sackhüpfen. Mit der späteren Freigabe von Luftgewehren begann der Verein aktiv am Schießsport teilzunehmen und schloss sich dem Donaugau an.
Aufbauphase und Wachstum
Unter den frühen Vorständen – darunter Johann Reichinger, Johann Kürzinger und später Alois Schafberger – entwickelte sich der Verein stetig weiter. In den 1970er-Jahren setzte ein starker Aufschwung ein: Eine neue Schützenkette wurde angeschafft, engagierte Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt und dank einer gestifteten Fahne konnte vor dem 25-jährigen Jubiläum eine Fahnenweihe gefeiert werden.
1971 lockte das große Fest 55 Vereine nach Irlbach, und gesellschaftliche Aktivitäten wie Fußballspiele gegen Geistlichen-Mannschaften oder Preisschafkopfturniere etablierten sich als feste Traditionen.
Etablierung in der Region (1980er–1990er)
Zum 30-jährigen Jubiläum 1978 sowie zum 40-jährigen Fest 1988 konnte der Verein zahlreiche Gäste begrüßen. Auch an regionalen Großereignissen – etwa der 1100-Jahr-Feier Wenzenbachs – beteiligte sich „Jagabluat“ mit eigenen Festzugswagen.
1993 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister. Zahlreiche Pächterwechsel des Vereinsheims prägten die 1990er-Jahre, bis der Verein 1995 einen festen Standort am Gemeindeschießstand Wenzenbach fand.
Freundschaften, Ausflüge und Traditionen
Seit den 1990er-Jahren gehören regelmäßige Vereinsausflüge, internationale Wandertage, Festbesuche in der Region sowie Maibaumaufstellen zu den festen Bestandteilen des Vereinslebens.
Ab 2003 entstand eine enge Freundschaft zum Schützenverein „Jägerheim“ Pettendorf; außerdem erhielt die Jugend eine eigene Königskette.
Der Verein fungierte mehrfach als Patenverein, unter anderem 2005 bei den „Gemütlichen Schützen“ Wuzlhofen.
Der Weg zum eigenen Vereinsheim (2006–2010)
Ab 2006 wurde – unterstützt durch die Gemeinde Wenzenbach – erneut über ein eigenes Vereinsheim beraten. 2008 stimmte die Mitgliederversammlung klar für den Bau.
Nach dem Spatenstich 2009 entstand in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden ein modernes Schützenheim mit Gastraum, Schießstand, Auswerteraum, Umkleiden und Sanitärbereichen.
2010 folgten die Bau- und Gesundheitsabnahmen, im November wurden das Gebäude kirchlich eingeweiht und die Schießerlaubnis erteilt.
Moderne Vereinsarbeit und Schießbetrieb
Seit der Eröffnung des neuen Vereinsheims finden regelmäßig Trainings und Schießabende statt:
– Training: Mittwochs, 19:00–22:00 Uhr
– Schießabend: Freitags, 19:00–00:00 Uhr (sofern kein Wettkampf stattfindet)
Der Verein pflegt bis heute eine lebendige Mischung aus sportlichem Schießbetrieb, regionaler Vernetzung und aktiver Gemeinschaftspflege.